Unsere größte Aufmerksamkeit liegt bei einer optimalen Verwertung mit 0% Restmüll und einem möglichst hohen Anteil von Recyclingprodukten.
Darüber hinaus arbeiten wir intensiv an neuen Recyclingmöglichkeiten. Zum Beispiel entwickeln wir im Moment, zusammen mit Industrie und Handel, einen Förderpreis für den Bereich Schuhrecycling.
In Abhängigkeit vom Material und von der Sortenreinheit der Produkte existieren verschiedene Möglichkeiten zur Verwertung.

· Recyclingmaterialien
Getragene Textilien und Schuhe dienen zur Herstellung von Recyclingmaterialien, die als sekundäre Textilienrohstoffe in der Automobilherstellung, im Maschinenbau oder in der Druckindustrie verwendet werden. Dieser Bereich stellt die größte Herausforderung für die gesamte Branche dar. Große Anstrengungen und Investitionen sind notwendig um eine optimale Recyclingquote zu erreichen. Ein derzeit noch kleiner Prozentsatz wandert z.B. in die Herstellung bestimmter Papiersorten wie Isolierpapier. Neue erfolgversprechende Wege, z.B. aus Schuhen Dämmstoff für die Bauindustrie herzustellen, sind in der Entwicklung. Durch intensive Forschung brancheninterner Ingenieure sowie einer engen Zusammenarbeit mit Umweltinstituten (z.B. EPEA, Hamburger Umweltinstitut, etc.) werden täglich neue Erkenntnisse und damit permanente, verbesserte Bedingungen geschaffen, die den Anteil von Recyclingprodukten ständig erhöhen werden.
· Wiederverwendung
Ein Teil der Textilien wird der Wiederverwendung zugeführt. Wiederverwendung ist hierbei definiert als wiederholte Verwendung eines Produktes für den für die erste Verwendung vorgesehenen Verwendungszweck. Dabei bleibt das Primärprodukt unverändert. Diese Form des Textilrecyclings ist unter ökologischen Aspekten äußerst sinnvoll, da Produktion und Verbrauch von neuen Textilien verringert bzw. eingespart werden. Alle Studien kommen zu diesem Thema zum gleichen Ergebnis. Diese Art der Wiederverwendung international gesehen, ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern schafft und sichert auch Arbeitsplätze. Die deutsche Bundesregierung hat sich dieser Einschätzung unterstützend angeschlossen. Dieser Prozess sichert momentan die notwendigen Erlöse zur Subventionierung des gesamten Handlings mit aussortierter Kleidung und Schuhen sowie der Entwicklung neuer Recyclinginnovationen.
· Weiterverwendung
Getragene Kleidung wird aufgrund ihrer hohen Saugfähigkeit zur Weiterverwendung in der Putzlappenherstellung eingesetzt. Weiterverwendung ist definiert als Nutzung des Produkts für eine vom Erstzweck verschiedene Verwendung, für die es nicht hergestellt worden ist.

· Weiterverwertung
Wenn die Kleidung ihre Materialidentität verliert und/oder einer Gestaltänderung gegenüber den ursprünglichen Produkten zugeführt wird, handelt es sich um Weiterverwertung. Weiterverwertung ist definiert als Einsatz von Stoffen und Produkten in noch nicht durchlaufenen Produktionsprozessen unter Umwandlung zu neuen Werkstoffen oder Produkten. Man unterscheidet zwei Formen der Weiterverwertung, Sekundärrohstoffgewinnung (Recyclingmaterialien) und Ersatzbrennstoffgewinnung (thermische Nutzung).
· Thermische Nutzung
Getragene Kleidung und Schuhe werden als Ersatzbrennstoff verwendet. Ein Kilo Textilien hat immerhin den Brennwert von einem halben Liter Mineralöl.
· Abfall
Erstes Ziel aller ökologischen und ökonomischen Bemühungen ist den Abfallanteil (derzeit ca. 9 %) auf 0 % zu reduzieren.